an

* * *

1an [an] <Präp.>:
1.
a) mit Dativ; Frage: wo?> dient dazu, auszudrücken, dass etwas ganz in der Nähe von etwas ist, etwas berührt: die Leiter lehnt an der Wand; Trier liegt an der Mosel; sie standen Schulter an Schulter ([in großer Zahl] dicht nebeneinander); sie wohnen Tür an Tür (unmittelbar nebeneinander); <in der Verbindung »an … vorbei«> er hat sich an dem Portier vorbei hineingeschlichen.
b) <mit Akk.; Frage: wohin?> dient dazu, eine Bewegung auf etwas zu, in eine bestimmte Richtung zu kennzeichnen: die Leiter an die Wand stellen; sie trat an die Brüstung.
2. mit Dativ; Frage: wann?> dient dazu, einen Zeitpunkt zu bezeichnen: an Ostern; an einem Sonntag.
3. <mit Dativ und Akk.; in Abhängigkeit von bestimmten Wörtern an jmdn., etwas denken; an Krebs sterben; ich habe keinen Zweifel an seiner Aufrichtigkeit; reich an Mineralien; du hast versucht, es an dich zu bringen; ich konnte nicht an mich halten; (ugs.) ich mag die Tapete nicht, aber ich werde mich schon an sie (daran) gewöhnen; (ugs.) weißt du, an was (woran) mich das erinnert?;
an [und für] sich: eigentlich; im Grunde genommen; gewissermaßen:
an [und für] sich ist er ein netter Junge, aber manchmal nervt er uns auch.
  2an [an] <Adverb>:
1. nahezu, annähernd, nicht ganz:
sie hat an [die] 20 Euro verloren.
Syn.: beinah[e], fast, gegen.
2. in Betrieb, eingeschaltet:
das Licht, der Ofen, die Maschine, der Motor ist an; <elliptisch als Teil eines Verbs> Licht an! (andrehen!, anschalten!).
3. <elliptisch als Teil eines Verbs> rasch den Mantel an (anziehen) und weg von hier; ohne etwas an (ugs.; ohne etwas anzuhaben; unbekleidet).

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an
I Präp. m. Dat. u. Akk.〉
1. 〈örtlich〉
1.1 dicht bei, nahe, auf, in
1.2 von einem Ort, einem Punkt aus
2. 〈zeitlich〉 mit einem bestimmten Zeitpunkt beginnend, zu einer bestimmten Zeit
3. 〈mit Zahlenangaben〉 etwa, ungefähr
4. mit, mithilfe
5. bestimmt für
6. beschäftigt mit, im Begriffe zu
7. beruflich tätig in, bei
8. 〈zur Bez. des Habens od. Nichthabens〉
9. infolge, verursacht durch
10. auf etwas od. jmd. gerichtet, bezogen
11. zugehörig zu
12. 〈umg.; kurz für〉
12.1 anschalten, angeschaltet
12.2 angezogen, bekleidet mit
● ich habe gerade \an dich gedacht; ich habe eine Bitte, Frage \an dich; ein Brief \an ihn; es ist (nicht) \an dem 〈umg.〉 es ist (nicht) wahr, es entspricht (nicht) den Tatsachen; er hat die Gewohnheit \an sich, zu ... ● \an der Arbeit sein; geh \an deine Aufgaben! 〈umg.〉; (nahe) \an der Autobahn; er wohnt \an der Bahnhofstraße 〈schweiz.〉 in der B.; Lehrer \an einer Berufsschule sein; \an der Ecke warten; \an Entkräftung sterben; mir liegt viel \an einer baldigen Entscheidung; reich \an Erzen; von 5 Euro \an aufwärts; \an (die) 100 Euro; \an den Fingern abzählen; einen Gruß \an deine Frau!; \an Gott glauben; bis \an den Hals im Wasser stehen; es liegt alles \an einem Haufen 〈schweiz.〉 auf einem H.; dort steht Haus \an Haus; jung \an Jahren; von Jugend, Kindheit \an; \an einer Krankheit leiden; \an Krücken gehen; bitte Licht \an!; das Licht ist \an; \an (die) 200 Menschen; 14.30 \an München 〈auf Fahrplänen〉 Ankunft in München; ich seh dir's \an der Nasenspitze an, dass ...; sich \an Obst satt essen; Frankfurt \an der Oder 〈Abk.: a. d. O.〉; der Ort, \an dem er starb; Dekan \an der Philosophischen Fakultät; man hat es \an der Rede 〈schweiz.〉 man spricht davon; du bist \an der Reihe \an der Sache ist kein wahres Wort; haben Sie etwas \an Sommerstoffen da?; \an einem heißen Sommertag; \an Stelle = anstelle; \an der gleichen Stelle; jmdn. \an der Stimme erkennen; etwas \an die Tafel schreiben; der Tag, \an dem ...; von dem Tage \an, als (da) ...; \an einem Teller Eintopf habe ich genug; \an einem Theaterstück schreiben; \an dem Theaterstück ist nicht viel (dran) es taugt nicht viel; \an die Tür klopfen; sich \an die Wand lehnen; es ist \an der Zeit, zu ... ● es fehlt ihm \an der nötigen Ausdauer; ich weiß nicht, was du \an ihm findest; es liegt nur \an ihm er ist schuld; sein: jetzt ist es \an dir, zu handeln es ist deine Aufgabe; \an sein 〈umg.; kurz für〉 angeschaltet sein ● mit nur wenig \an nur dürftig bekleidet ● von heute \an; von hier \an; ohne etwas \an unbekleidet; von unten \an
II 〈Adv.〉
1. ab und \an ab und zu, hin und wieder
2. \an und für sich eigentlich, genaugenommen
[<ahd. ana „an, in, auf“, engl. on, got. ana <idg. *ana;ab, am, daran]

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An: veraltetes Symbol für Actinon ( Radon).

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1ạn <Präp. mit Dativ u. Akk.> [mhd. an(e), ahd. an(a), urspr. = an etw. hin od. entlang]:
1. <räumlich>
a) <mit Akk.> zur Angabe der Richtung:
die Leiter an den Baum lehnen;
an eine andere Dienststelle versetzt werden;
b) <mit Dativ> zur Angabe der Lage, der Nähe, der Berührung o. Ä.:
die Leiter lehnt an einem Baum;
eine Verletzung an der Wirbelsäule;
Trier liegt an der Mosel;
er geht an (mithilfe von) Krücken;
der Blumentopf steht an (südd., österr.; auf) der Fensterbank;
c) in Verbindung mit zwei gleichen Substantiven zur Angabe der Vielzahl od. der Regelmäßigkeit einer Reihe:
sie standen Kopf an Kopf (dicht gedrängt);
sie wohnen Tür an Tür (in unmittelbarer Nachbarschaft).
2. <mit Dativ> zur Angabe des Zeitpunkts:
an einem Wintermorgen;
an diesem 31. Januar;
an der Wende des Jahrhunderts;
(bes. südd., schweiz.:) an Ostern, an Weihnachten, an Pfingsten.
3. <mit Dativ u. Akk.> stellt unabhängig von räumlichen od. zeitlichen Vorstellungen eine Beziehung zu einem Objekt od. Attribut her:
an einer Krankheit sterben;
an einem Roman schreiben;
Mangel an Lebensmitteln;
an jmdn., etw. glauben;
sich an jmdn. erinnern;
er war noch jung an Jahren;
er ist schuld an dem Unglück;
das gefällt mir nicht an ihm;
das ist das Wichtigste an der ganzen Sache;
was er an Rente bekam, war nicht viel;
an [und für] sich (eigentlich, im Grunde genommen: dagegen ist an sich nichts einzuwenden);
etw. an sich haben (ugs.; eine besondere Eigenart haben);
an sich halten (sich mit großer Mühe beherrschen);
es ist an dem (es ist so);
es ist an jmdm., etw. zu tun (geh.; es ist jmds. Aufgabe, etw. zu tun).
4. <mit Akk. u. vorausgehendem »bis«> zur Angabe einer räumlichen od. zeitlichen Erstreckung:
das Wasser reichte ihm bis an die Knie;
er war gesund bis an sein Lebensende.
2ạn <Adv.> [zu: 1an]:
1.
a) (Verkehrsw.) zur Angabe der Ankunft:
Frankfurt an: 17.30;
b) in Verbindung mit der Präp. »von«, räumlich u. zeitlich:
von Rom an;
von der achten Reihe an;
von [nächstem] Montag an;
von heute an.
2.
a) angeschaltet, angedreht, angestellt, angezündet:
die Heizung, das Radio, der Motor, das Feuer, der Ofen ist an;
b) <elliptisch> (ugs.):
ohne etwas an (unbekleidet);
(häufig in Aufforderungen:) nur rasch den Mantel an und weg von hier!
3. (ugs.) ungefähr, etwa (in Verbindung mit Maß- u. Mengenangaben):
die Strecke war an [die] 30 Kilometer lang;
sie halfen an die fünfzig Kindern.

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ạn [mhd. an(e), ahd. an(a), urspr. = an etw. hin od. entlang]: I. <Präp. mit Dativ u. Akk.> 1. (räumlich) a) <mit Akk.> zur Angabe der Richtung: die Leiter an den Baum lehnen; an eine andere Schule versetzt werden; ein Paket an jmdn. schicken; ∙ ich ... warf mich an die Erde und weinte mich aus (Goethe, Werther I, 3. September); b) <mit Dativ> zur Angabe der Lage, der Nähe, der Berührung o. Ä.: die Leiter lehnt an diesem Baum; eine Verletzung an der Wirbelsäule; Trier liegt an der Mosel; er geht an (mithilfe von) Krücken; der Blumentopf steht an (südd., österr.; auf) der Fensterbank; ∙ <auch mit Akk.:> ließ er ihn an die Stätte begraben, die er sich erwählt hatte (Goethe, Werther II, Der Herausgeber an den Leser); c) in Verbindung mit zwei gleichen Substantiven zur Angabe der Vielzahl od. der Regelmäßigkeit einer Reihe: sie standen Kopf an Kopf (dicht gedrängt); sie wohnen Tür an Tür (in unmittelbarer Nachbarschaft). 2. <mit Dativ> zur Angabe des Zeitpunkts: an einem Wintermorgen; an diesem 31. Januar; an dem unvermeidlichen Ende der Ferien; (bes. südd., österr., schweiz.:) an Ostern, an Weihnachten, an Pfingsten. 3. <mit Dativ u. Akk.> stellt unabhängig von räumlichen od. zeitlichen Vorstellungen eine Beziehung zu einem Objekt od. Attribut her: an einer Krankheit sterben; an einem Roman schreiben; Mangel an Lebensmitteln haben; Der Betrug an den Hoffnungen eines Volkes trägt auf ewig den passenden zynischen Namen: Treuhand (Woche 20. 12. 96, 1); an jmdn., eine Sache glauben; sich an jmdn. entsinnen; er war noch jung an Jahren; er ist schuld an dem Unglück; das gefällt mir nicht an ihm; das ist das Wichtigste an der ganzen Sache; was er an Rente bekam, war nicht viel; *an [und für] sich (eigentlich, im Grunde genommen): dagegen ist an sich nichts einzuwenden; die Großmutter ... war an sich noch gut auf den Beinen (Danella, Hotel 88); etw. an sich haben (ugs.; eine besondere Eigenart haben); an sich halten (sich mit großer Mühe beherrschen); es ist an dem (es ist so); es ist an jmdm., etw. zu tun (geh.; es ist jmds. Aufgabe, etw. zu tun). 4. <mit Akk. u. vorausgehendem „bis“> zur Angabe einer räumlichen od. zeitlichen Erstreckung: das Wasser reichte ihm bis an die Knie; er war gesund bis an sein Lebensende. II. <Adv.> 1. a) (Verkehrsw.) zur Angabe der Ankunft: Frankfurt an: 17.30; b) in Verbindung mit der Präp. „von“, räumlich u. zeitlich: von Rom an; von der achten Reihe an; von [nächstem] Montag an; von heute an. 2. a) angeschaltet, angedreht, angestellt, angezündet: kann das Licht noch ein wenig an sein?; der Motor ist an gewesen; das Feuer ist noch nicht an; häufig elliptisch in Aufforderungen: Licht an (einschalten, anmachen)!; Scheinwerfer an (einschalten)!; b) (ugs.) elliptisch; anziehen: nur rasch den Mantel an und weg von hier!; mit nur wenig an (nur wenig bekleidet) öffnete sie die Tür; ohne etwas an (unbekleidet, nackt, ohne etwas angezogen zu haben). 3. (ugs.) in Verbindung mit Maß- u. Mengenangaben; ungefähr, etwa: die Strecke war an [die] 30 Kilometer lang; sie halfen an die fünfzig Kindern.

Universal-Lexikon. 2012.

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